Zwei neue Rettungswachen im Westen

Rettungswache Großenlüder:
Die neue Rettungswache in Großenlüder wurde von Erstem Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt (Dritter von rechts) offiziell eröffnet. Bürgermeister Florian Fritzsch (links) dankte dem Landkreis, den Maltesern und den Vermietern der Liegenschaft.
Leiter der Wache ist Markus Wiesler (Zweiter von links). Foto: Sebastian Mannert


Der Landkreis Fulda ist Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes und übernimmt die Aufgabenbereiche Notfallrettung und Krankentransport. Zur Sicherstellung der Qualität gibt das Hessische Rettungsdienstgesetz (HRDG) unter anderem vor, dass im medizinischen Notfall regelhaft jeder an einer Straße gelegene Ort innerhalb von zehn Minuten durch ein geeignetes Rettungsmittel erreicht werden soll.

Regelmäßig erfolgt dazu eine Auswertung der Einsätze, derzeit rund 38.000 im Jahr – mit steigender Tendenz, und eine Revision der Standorte und eingesetzten Rettungsmittel, wie Frank Reith, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr beim Landkreis Fulda, erläuterte. Betrachtet werden dabei zum Beispiel geografische Aspekte, Straßenverhältnisse im Winter und die Erfahrungen durch reale Befahrungen der Strecken. „Dieses aufwändige Rechenwerk ergab die Notwendigkeit, im Westen des Landkreises aufzustocken“, fasste Frederik Schmitt zusammen: „Die Wache in Kleinlüder wurde nun ersetzt durch eine Wache in Großenlüder und eine in Hosenfeld. Damit decken wir sowohl den Südwesten als auch den Nordwesten besser ab.“

Die Bürgermeister Frederik Hohnstein (Hosenfeld) und Florian Fritzsch (Großenlüder) dankten für die optimierte Versorgung und die damit verbundene Stärkung des ländlichen Raumes.

Die Wache Hosenfeld befindet sich bereits am endgültigen Standort, gebaut wird dort noch eine Fahrzeughalle. Die Wache Großenlüder wurde zunächst an einem Interimsstandort eingerichtet. Bürgermeister Fritzsch dankte dafür den Vermietern Stefan und Juan David Otterbein, „die ein ehemaliges Wohnhaus zügig, hochwertig und passend für die Nutzung durch die Malteser hergerichtet haben“. Geplant ist, etwa in fünf Jahren einen Standort nahe dem Feuerwehrstützpunkt zu beziehen, um weitere Synergien zu nutzen.

Frederik Schmitt richtete seinen besonderen Dank an jene, die hier für die Gesundheit und das Leben der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz sind: „Die besten Pläne und Standorte nutzen nichts, wenn die Menschen fehlen, die diese wichtige Aufgabe engagiert übernehmen.“

An den beiden Standorten sind insgesamt 25 Vollzeitstellen zu besetzen. „Wir können dabei auf rund 80 Rettungskräfte zurückgreifen“, erklärte Dirk Rasch, MHD-Bereichsleiter Rettungsdienst Hessen-Ost. Markus Schips, Landesgeschäftsführer der Malteser, ergänzte: „Wir haben das Glück, dass viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heimatverbunden sind und nach ihrer Ausbildung oft in der Region bleiben.“

Das Versorgungsgebiet der Wache Hosenfeld umfasst die Gemeinde Hosenfeld, Kleinlüder, Hauswurz, Kauppen und Giesel. Dort ist ein Rettungsfahrzeug 24/7 im Einsatz.

Die Wache Großenlüder versorgt die Gemeinde Großenlüder (außer Kleinlüder), Bad Salzschlirf, Lüdermünd und Malkes. Zur Verfügung steht ein Rettungsfahrzeug 24/7 und ein Tagdienst-Fahrzeug zwischen 8 und 20 Uhr.

Die zuletzt größte Ausweitung des Rettungsdienstes im Landkreis Fulda erfolgte im Jahr 2018. Damals wurde die Kapazität um 38.000 sogenannte Vorhaltungsstunden, das sind Stunden, in denen Rettungskräfte und -mittel einsatzbereit sind, aufgestockt. Durch die Optimierung in diesem Jahr kommen weitere 22.000 Vorhaltestunden hinzu.