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„Lebbe geht weider“ – Neujahrsempfang setzt starkes Zeichen für Ehrenamt, Zusammenhalt und Zuversicht
Mit einem klaren Bekenntnis zum Ehrenamt, zur Demokratie vor Ort und zu einem starken Miteinander starteten Gewerbeverein und Gemeinde Großenlüder am Sonntag, dem 18. Januar 2026, gemeinsam in das neue Jahr. Der Neujahrsempfang im Lüderhaus lockte zahlreiche Gäste aus Vereinen, Wirtschaft, Politik und Bürgerschaft an – und bot neben inhaltlichen Impulsen auch einen prominenten Gast: Fußballtrainerlegende Dragoslav „Stepi“ Stepanović.
Bereits ab 14:30 Uhr wurden die Besucherinnen und Besucher mit Sektempfang und Live-Musik begrüßt. Für einen besonderen musikalischen Auftakt sorgte Christoph Döppner mit seinem „Magic Didgeridoo“. Durch das Programm führten hr-Moderator Jonas Schulte sowie Bernhard Keller.
Ehrenamt als Fundament der Gemeinde
Wie ein roter Faden zog sich die Bedeutung des Ehrenamtes durch den gesamten Nachmittag. Gleich zu Beginn machte der Vorsitzende des Gewerbevereins, Sebastian Sander, deutlich, was Großenlüder aus seiner Sicht auszeichnet: „Gemeinschaft, Ehre und freiwilliges Engagement – das sind die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens.“ Ehrenamt sei der „Grundbaustein jeder funktionierenden Gemeinschaft“. Besonders hob Sander die Freiwilligkeit hervor: „Das freiwillige Ehrenamt ist das höchste Gut unserer Gemeinschaft.“
Um die Bedeutung dieses Engagements greifbar zu machen, verwies er auf einen aktuellen Feuerwehreinsatz an einem Montagabend um 23:40 Uhr. 21 Einsatzkräfte rückten mit drei Fahrzeugen aus und leisteten insgesamt 2.499 Minuten ehrenamtlichen Einsatz für den Brandschutz der Gemeinde. Für Sander ein eindrucksvolles Beispiel für jene Menschen, „die einfach machen, wenn andere schlafen“. Sein Appell: „Lasst die Kritiker und Schwätzer hinter euch – es braucht die Macher.“

Sebastian Sander, Vorsitzender des Gewerbevereins Großenlüder e. V., mit Bernhard Keller und hr-Moderator Jonas Schulte
„Ehrenamt ist gelebte Demokratie“
Bürgermeister Florian Fritzsch unterstrich in seiner Rede die enge Zusammenarbeit von Gemeinde und Gewerbeverein und stellte klar, dass das Ehrenamt weit mehr sei als ein Hobby. „Ehrenamt ist gelebte Bürgergesellschaft. Es ist Demokratie im Alltag“, sagte er. Demokratie beginne nicht in Berlin oder Wiesbaden, sondern direkt vor Ort – „in Vereinen, Betrieben und Initiativen, dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen“.
Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen 2026 betonte Fritzsch die Bedeutung von Mitwirkung und Beteiligung. Besonders wichtig sei ihm die Einbindung junger Menschen, etwa über das Beteiligungsprojekt „Jugend entscheidet“. „Wer hier leben und Verantwortung übernehmen soll, muss auch mitreden dürfen“, so der Bürgermeister.
Zugleich machte er deutlich, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Beteiligung eine starke wirtschaftliche Basis benötigen. „Nur ein starkes Gewerbe ermöglicht eine starke Gemeinde“, betonte Fritzsch. Für den Mai kündigte er ein neues Dialogformat zwischen Kommune, Politik und Wirtschaft an: „Starke Gemeinden entstehen dort, wo miteinander und nicht übereinander geredet wird. Stillstand ist keine Option.“
Optimismus trotz Herausforderungen
Bernhard Keller sprach die aktuell schwierige Lage vieler mittelständischer Unternehmen an und plädierte für neue Wege. „Es ist wichtig, mit alten Gewohnheiten aufzuhören“, sagte er mit Blick auf andere Länder mit hoher Lebenszufriedenheit.
Auch der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand fand klare Worte. „2025 war hart, und 2026 knüpft daran an. Trotzdem gibt es keinen Grund für Resignation“, sagte er. Entscheidend sei die eigene Haltung. Mit einem augenzwinkernden Zitat betonte er: „Ich bin Optimist – sogar meine Blutgruppe ist positiv.“
Stepi begeistert mit Humor und Lebensweisheit
Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt von Dragoslav „Stepi“ Stepanović. Im Gespräch mit Jonas Schulte sprach die Eintracht-Legende offen über seine Kindheit, seine Karriere und den Umgang mit Rückschlägen. Sein bekanntes Lebensmotto „Lebbe geht weider“ zog sich wie ein Leitgedanke durch seinen Auftritt.

Dragoslav „Stepi“ Stepanović, ehemaliger serbischer Fußballspieler und -trainer, u. a. Spieler (1976 bis 1978) und Trainer (1991 bis 1993) von Eintracht Frankfurt
Mit Blick auf die heutige Gesellschaft fand Stepanović auch nachdenkliche Worte: „Genauigkeit, Pünktlichkeit, Fleiß – das hatte in Deutschland früher einen hohen Stellenwert. Warum viele Betriebe heute keine Arbeitskräfte finden, verstehe ich nicht.“ Motivation könne man niemandem einreden: „Du kannst einen jungen Menschen nicht motivieren, wenn er nicht will.“
Für viele Lacher sorgte die Aufklärung über den Ursprung seines berühmten Zitats. „Das stammt eigentlich von meiner Mutter“, erzählte Stepanović. „Sie hat immer gesagt: Für jedes Problem gibt es eine Lösung – erledige es und mach weiter. Das Leben wartet nicht.“
Ein Nachmittag mit klarer Botschaft
Bei Häppchen, Getränken und vielen Gesprächen klang der Neujahrsempfang in geselliger Atmosphäre aus. Die zentrale Botschaft des Tages war eindeutig: Großenlüder lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger – und von der Zuversicht, gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Oder, um es mit den Worten des Ehrengastes zu sagen: „Lebbe geht weider.“

Dragoslav „Stepi“ Stepanović mit Bürgermeister Florian Fritzsch und Ehefrau Silke
