Interviews unserer neuen Mitarbeiter
Mit Jens Hensler und Michael Klitsch hat die Bauabteilung der Gemeinde Großenlüder in diesem Jahr gleich doppelte Verstärkung bekommen. Beide bringen fachliche Erfahrung und neue Impulse mit und übernehmen vielfältige Aufgaben rund um gemeindliche Gebäude, Liegenschaften, Infrastruktur und Bauprojekte. Gemeinsam mit Bürgermeister Florian Fritzsch freuen sie sich darauf, die anstehenden Aufgaben anzupacken und die Entwicklung der Gemeinde Großenlüder weiter voranzubringen.
Im Anschluss stellen sich Jens Hensler und Michael Klitsch in zwei persönlichen Interviews näher vor und berichten über ihren beruflichen Weg, ihre neuen Aufgaben und ihre ersten Eindrücke von der Gemeinde Großenlüder.

Das Bauamt der Gemeinde Großenlüder hat ein neues Gesicht: Vorstellung von Jens Hensler als neuer Bauamtsleiters
Das Bauamt der Gemeindeverwaltung ist eine der zentralen Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger: Ob Baugenehmigungen, die Unterhaltung gemeindlicher Liegenschaften und Infrastruktur, die Begleitung von Erschließungsmaßnahmen oder die Planung und Umsetzung öffentlicher Bauprojekte – die Abteilung ist in vielen Bereichen des gemeindlichen Lebens präsent. Seit Januar 2026 hat das Bauamt nun eine neue Leitung: Jens Hensler, 39 Jahre alt, staatlich geprüfter Techniker, hat die Aufgabe übernommen und bringt langjährige Erfahrung aus der kommunalen Bauverwaltung mit. Verheiratet und Vater von zwei Kindern, lebt er in der Gemeinde Herbstein und freut sich darauf, die Gemeinde Großenlüder und ihre Menschen kennenzulernen. Wir haben ihm einige Fragen gestellt.
1. Zur Person und zum Werdegang
„Bevor Sie Ihre neue Stelle bei der Gemeinde Großenlüder angetreten haben – wie sah Ihr beruflicher Weg aus, und was hat Sie in die Kommunalverwaltung geführt?“
Nach meinen Ausbildungen als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik sowie eine verkürzte als Maurergeselle um neben den theoretischen auch praktischen Erfahrungen zu sammeln. Im Anschluss erwarb ich in Alsfeld den Abschluss als Bautechniker sowie zusätzlich die Meisterteile 3 und 4. Der praktische Abschluss des Maurer- und Stahlbetonbaumeisters erfolgte per Abendschule im anschließenden noch zu leistenden Zivildienst. Zum 01.01.2012 begann dann der Kommunalverwaltungsweg als Bauverwaltungssachbearbeiter in der Nachbargemeinde Hosenfeld. Mit zunehmender Erfahrung erfolgte Mitte 2018 der Schritt als Leiter einer Bauverwaltung einer Gemeinde im Main-Kinzig-Kreis und seit Anfang 2026 nun hier.
„Im Nachgang betrachtet damals die richtige Stellenausschreibung im richtigen Moment.“ (lacht)
2. Zur neuen Aufgabe
„Was reizt Sie besonders an der Leitung des Bauamtes in einer Gemeindeverwaltung unserer Größenordnung – im Vergleich zu größeren Behörden oder der Privatwirtschaft?“
Die Vielfalt der Themen und die vielen persönlichen Kontakte.
Die Kommunalverwaltung ist meist die erste Anlaufstation für die Leute vor Ort „Die müsse das doch gewiss“, auch wenn die Zuständigkeit bzw. das Thema die Gemeindeverwaltung vielleicht gar nicht betrifft. Selbstverständlich versucht man auch hier zu helfen.
Zudem ist die Balance/Mischung aus Theorie und Praxis in den unteren Verwaltungseinheiten noch greifbar.
3. Zu laufenden Projekten
„Welche Vorhaben und Projekte stehen in der Bauabteilung aktuell besonders im Fokus, und worauf darf sich die Gemeinde in den kommenden Monaten freuen?“
Persönlich erfreulich finde ich die Entscheidungen zu Investitionen wichtiger Projekte im Zuge der allgemeinen Ver- und Entsorgungssicherheit im Wasser- und Abwassersektor. Diese sind zwar wenig öffentlich sichtbar aber das Fundament einer funktionierenden Kommune. Im Abschnitt Hochbau ist neben kleineren und mittleren Sanierungen sowohl in Kindergärten als auch Bürger- und Sporthäusern der Umbau des ehemaligen Raiffeisengeländes zum neuen Bauhofareal das größte Projekt für die nächste Zeit. Auch weitere Tiefbauprojekte wie Radwegverbindungen und Erschließungsmaßnahmen werden angegangen.
4. Zur Zusammenarbeit
„Das Bauamt arbeitet eng mit anderen Abteilungen, den gemeindlichen Gremien und auch direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Wie gehen Sie diese Schnittstellen an?“
Ein vernünftiger respektvoller Umgang ist die Basis für ein gutes Miteinander. Des Weiteren ist ein gesunder Realismus von allen Seiten unabdingbar. Man kann vieles umsetzen, aber nicht alles ist umsetzbar. Künstlich generierte Probleme/Themen bringen niemanden weiter. Daher versuche ich, wie es das Logo der Gemeinde beschreibt die Schnittstellen „natürlich“ anzugehen.
5. Zur eigenen Herangehensweise
„Was ist Ihnen in Ihrer Arbeit besonders wichtig – haben Sie so etwas wie ein persönliches Leitbild oder Grundsätze, nach denen Sie Ihre Abteilung führen möchten?“
„Nichts ist selbstverständlich.“
6. Zur neuen Heimat
„Sind Sie neu in unserer Region, oder kennen Sie die Gemeinde schon länger? Was ist Ihnen in Ihrer neuen Umgebung bisher aufgefallen oder besonders positiv aufgefallen?“
Privat und beruflich ist mir Großenlüder schon lange bekannt. Aber besonders die enorme Entwicklung von Neubaugebieten und auch Baulückenschließungen in fast allen Ortsteilen in den letzten Jahren ist mir sehr positiv aufgefallen. Auch die Anzahl und Vielfalt der Handwerks- und Gewerbebetriebe bzw. Dienstleister im Gemeindegebiet sind mit etwas tieferem Einblick sehr beachtlich.
7. Zur Freizeit
„Wie verbringen Sie Ihre Zeit außerhalb der Verwaltung – haben Sie Hobbys oder Interessen, die Sie mit uns teilen möchten?“
Einige könnten mich bereits vom Fußball oder der 5. Jahreszeit her kennen. Ansonsten bindet der landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetrieb mit Mutterkuhhaltung einiges an Freizeit ist aber auf der anderen Seite auch ein Ausgleich zum hauptsächlichen Schreibtischjob.

Zwischen Bauamt, Bauhof und Bürgernähe – unser neuer Bautechniker stellt sich vor
Seit Mai 2026 verstärkt Michael Klitsch die Bauabteilung der Gemeinde Großenlüder. Der 31-jährige staatlich geprüfte Bautechniker mit der Fachrichtung Holzbau wohnt gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin in Hosenfeld und kümmert sich in seiner neuen Funktion um zahlreiche Aufgaben rund um die gemeindlichen Gebäude und Liegenschaften. Dazu gehören unter anderem die Planung und Begleitung von Instandhaltungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die Vorbereitung von Ausschreibungen sowie die Betreuung laufender Bauprojekte. Darüber hinaus übernimmt Michael Klitsch Verantwortung für den gemeindlichen Bauhof und unterstützt bei der Organisation des Winterdienstes. Sein Arbeitsalltag ist damit abwechslungsreich und reicht von Terminen vor Ort und Baustellenbesichtigungen bis hin zu Planungen, Abstimmungen und Verwaltungsaufgaben am Schreibtisch.Nach seinen ersten Monaten bei der Gemeinde Großenlüder möchten wir Michael Klitsch den Bürgerinnen und Bürgern näher vorstellen. Im Gespräch berichtet er über seinen beruflichen Weg, seine ersten Eindrücke von der Gemeindeverwaltung, die vielfältigen Aufgaben in der Bauabteilung und darüber, was ihn an seiner neuen Tätigkeit besonders begeistert.
1. Stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern bitte kurz vor: Wer sind Sie und was sollten die Bürgerinnen und Bürger über Sie wissen?
Mein Name ist Michael Klitsch, ich bin 31 Jahre jung und lebe gemeinsam mit meiner Freundin in der Kerngemeinde Hosenfeld.
Meine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Schreiner, an die sich mehrere Jahre Berufserfahrung als Geselle anschlossen. Im Jahr 2021 konnte ich die Weiterbildung zum staatlich geprüften Bautechniker mit der Fachrichtung Holzbau erfolgreich abschließen.
Im Anschluss war ich als angestellter Bauleiter in der Fertighausbranche tätig. Dabei begleitete ich Bauprojekte von der Planung bis hin zur Ausführung und konnte umfassende praktische Erfahrungen sowie wertvolle Kenntnisse in den Bereichen Bauablauf, Koordination und Projektumsetzung sammeln.
Die Kombination aus meiner handwerklichen Ausbildung, meiner fachlichen Weiterbildung und meiner Erfahrung als Bauleiter hat mir ein vielseitiges und praxisnahes Verständnis für den gesamten Bausektor vermittelt.
2. Welche Erfahrungen aus Ihrer bisherigen Tätigkeit können Sie heute in Ihrer Arbeit bei der Gemeinde besonders gut einsetzen?
Durch meine handwerkliche Ausbildung, Weiterbildung und Tätigkeit als Bauleiter bringe ich umfangreiche praktische und technische Erfahrungen im Bauwesen mit. Besonders die Planung, Koordination und Umsetzung von Bauprojekten sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Beteiligten kann ich gewinnbringend in die Gemeindearbeit einbringen. Dabei ist mir wichtig, Probleme frühzeitig zu erkennen, pragmatische Lösungen zu finden und Entscheidungen auch im Hinblick auf ihre langfristige Umsetzbarkeit zu betrachten.
3. Sie sind seit Mai 2026 bei der Gemeinde Großenlüder tätig. Wie haben Sie Ihre ersten Monate erlebt?
Die ersten Monate bei der Gemeinde Großenlüder habe ich als sehr abwechslungsreich und positiv erlebt. Ich wurde von den Kolleginnen und Kollegen sehr gut aufgenommen und konnte mich schnell in die neuen Aufgaben und Strukturen einarbeiten. Besonders schätze ich die vielseitigen Themenbereiche und die Möglichkeit, mit meiner bisherigen beruflichen Erfahrung konkrete Projekte in der Gemeinde mitzugestalten.
4. Was war bisher Ihre interessanteste oder anspruchsvollste Aufgabe?
Besonders interessant und anspruchsvoll finde ich die Aufgaben, bei denen technische, organisatorische und wirtschaftliche Aspekte zusammenkommen. Hier kann ich meine bisherigen Erfahrungen aus dem Bauwesen gut einbringen und gleichzeitig die Besonderheiten und Anforderungen der kommunalen Arbeit kennenlernen. Gerade die Vielseitigkeit der Aufgaben macht die Tätigkeit für mich besonders spannend. Dazu zählt unter anderem die Mitgestaltung des neuen Bauhofs der Gemeinde Großenlüder, bei der ich meine bisherigen Erfahrungen direkt einbringen kann.
5. Welche Aufgaben übernehmen Sie konkret in der Bauabteilung?
Zu meinem Aufgabengebiet gehören unter anderem die Leitung und Organisation des gemeindlichen Bauhofs, die Koordination und Einteilung der Mitarbeiter sowie die Beschaffung und der Einsatz von Maschinen, Geräten und benötigten Baumaterialien.
Darüber hinaus bin ich im kommunalen Gebäudemanagement und in der Liegenschaftsverwaltung tätig. Dazu zählen unter anderem die gemeindlichen Kitas, Spiel- und Sportplätze, Jugendeinrichtungen, Bürgerhäuser, Friedhöfe, öffentliche Parkanlagen und Feuerwehrstandorte.
Weitere Aufgaben sind die Organisation und Überwachung des Winterdienstes einschließlich der Räum- und Streupflichten sowie die Koordination von Heckenschnitt und Grünpflege im Gemeindegebiet.
6. Gibt es ein Projekt oder eine Aufgabe, auf die Sie sich in nächster Zeit besonders freuen?
Besonders freue ich mich auf die weitere Mitgestaltung des neuen Bauhofs der Gemeinde Großenlüder. Aufgrund meiner bisherigen beruflichen Erfahrung im Bauwesen kann ich mich hier sowohl fachlich als auch praktisch einbringen. Gleichzeitig ist es spannend, ein für die Gemeinde wichtiges Projekt von der Planung bis zur Umsetzung begleiten zu dürfen.
7. Was macht aus Ihrer Sicht eine bürgernahe und serviceorientierte Verwaltung aus?
Für mich bedeutet eine bürgernahe Verwaltung vor allem, ansprechbar zu sein, zuzuhören und Anliegen ernst zu nehmen. Wichtig sind kurze und verständliche Wege, eine transparente Kommunikation und möglichst pragmatische Lösungen. Gerade als Gemeinde sollte man nah an den Menschen sein und versuchen, Entscheidungen und Maßnahmen nachvollziehbar zu gestalten.
8. Welche Verbindung hatten Sie vor Ihrem beruflichen Einstieg bereits zu Großenlüder?
Zu Großenlüder hatte ich bereits vor meinem beruflichen Einstieg eine enge persönliche Verbindung. Meine Mutter ist gebürtig aus Großenlüder und auch ein Teil meiner Verwandtschaft lebt hier. Zudem habe ich meinen mittleren Bildungsabschluss an der Lüdertalschule in Großenlüder erworben. Dadurch war und ist mir die Gemeinde bereits seit vielen Jahren vertraut.
9. Was tun Sie gerne, wenn Sie nicht gerade mit Bauprojekten, Liegenschaften oder dem Bauhof beschäftigt sind?
In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit meinen Freunden und meinen Liebsten. Außerdem engagiere ich mich in einem Verein in Hosenfeld. Besonders gerne bin ich in der Natur unterwegs – ob beim Fahrradfahren oder im Winter beim Skifahren. Für mich ist der Ausgleich zur Arbeit wichtig, und ich schätze vor allem die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden.
