Schritt für Schritt zu mehr Barrierefreiheit
Die Gemeinde Großenlüder arbeitet kontinuierlich daran, die Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum zu verbessern. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Absenkung von Bordsteinen in Einmündungsbereichen und an gemeindlichen Gehwegen.
Erhöhte Bordsteine und fehlende Gehwegabsenkungen können insbesondere für ältere Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität eine erhebliche Herausforderung darstellen. Auch Eltern mit Kinderwagen und Personen mit Rollatoren profitieren von gut ausgebauten und barrierefreien Wegen.
Bereits seit dem Haushaltsjahr 2022 stellt die Gemeinde Großenlüder hierfür entsprechende Haushaltsmittel bereit. Die Ortsbeiräte der einzelnen Ortsteile wurden frühzeitig in die Planungen einbezogen und gebeten, Prioritätenlisten für die jeweils notwendigen Maßnahmen zu erstellen. In den Ortsteilen Müs, Uffhausen und Kleinlüder konnten die vorgesehenen Gehwegabsenkungen bereits vollständig umgesetzt werden. Im Ortsteil Großenlüder wurden im Haushaltsjahr 2026 weitere Maßnahmen teilweise realisiert.
Ein zusätzlicher Impuls für die Verbesserung der Barrierefreiheit ergab sich durch den Barriere-Check, den der Verein „Inklusionsnetzwerk – Leben und Arbeiten in Großenlüder e. V.“ im Mai 2026 im Kernort Großenlüder mit Rollatoren und Rollstühlen durchgeführt hat. Dabei wurden unter anderem praktische Erfahrungen und Hinweise zur Nutzbarkeit der Wege und Übergänge gesammelt. Im Rahmen der bereits laufenden Tätigkeiten der Gemeinde konnten entsprechende Verbesserungen durch Bordsteinabsenkungen bereits umgesetzt werden.
„Barrierefreiheit ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass alle Menschen selbstständig und sicher am öffentlichen Leben teilnehmen können. Die Hinweise aus dem Barriere-Check und die Rückmeldungen aus der Bevölkerung helfen uns dabei, konkrete Handlungsbedarfe zu erkennen und unsere Maßnahmen sinnvoll zu priorisieren“, erklärt Bürgermeister Florian Fritzsch. „Da die verfügbaren Haushaltsmittel begrenzt sind, setzen wir die notwendigen Arbeiten schrittweise um. Unser Ziel ist es, die Bedingungen im gesamten Gemeindegebiet kontinuierlich weiter zu verbessern.“
Für die im Juni 2026 im Ortsteil Großenlüder durchgeführten Arbeiten wurde die Firma Straßberger beauftragt. Die Auftragssumme belief sich auf rund 35.000 Euro. Die erforderlichen Bauleistungen wurden zuvor ausgeschrieben und anschließend an den wirtschaftlichsten Anbieter vergeben.
Die Planung, Vorbereitung und bautechnische Begleitung der Maßnahme erfolgten durch die Bauabteilung beziehungsweise das Bauamt der Gemeinde Großenlüder. Zuständig war insbesondere der Mitarbeiter Oliver Pötzl, der die Arbeiten fachlich betreute und koordinierte.
Da für die Durchführung jeweils nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht, werden die Maßnahmen in einzelnen Bauabschnitten umgesetzt. Auch in den kommenden Jahren sollen entsprechend der von den Ortsbeiräten erstellten Prioritätenlisten weitere Gehwegabsenkungen folgen. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen in den Ortsteilen Großenlüder, Bimbach, Eichenau und Lütterz.
Bauarbeiten im öffentlichen Verkehrsraum lassen sich leider nicht ohne Beeinträchtigungen durchführen. Lärm, Staub, Baustellenverkehr sowie vorübergehende Einschränkungen für Anliegerinnen und Anlieger, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie weitere Verkehrsteilnehmer können während der Arbeiten nicht vollständig vermieden werden. Die Gemeinde Großenlüder bedankt sich daher bei allen Betroffenen für ihr Verständnis und ihre Geduld.
Ein weiterer Dank gilt den politischen Gremien der Gemeinde, insbesondere den Ortsbeiräten, sowie dem Verein „Inklusionsnetzwerk – Leben und Arbeiten in Großenlüder e. V.“ für die wertvollen Anregungen und die Unterstützung bei der Weiterentwicklung eines barrierearmen öffentlichen Verkehrsraums.
Mit den schrittweise umgesetzten Bordsteinabsenkungen leistet die Gemeinde Großenlüder einen wichtigen Beitrag zu mehr Barrierefreiheit, Sicherheit und Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger.
