Mehr als 7,5 Kilometer neue Wege feierlich eröffnet
Die Gemeinde Großenlüder hat am Donnerstag, dem 24. September 2026, ihre in den vergangenen Jahren ausgebaute Radverkehrsinfrastruktur feierlich eröffnet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die rund 2,2 Kilometer lange Verbindung von Großenlüder über Eichenau bis zur Gemeindegrenze von Bad Salzschlirf.
Insgesamt wurden in den vergangenen drei Jahren mehr als 7,5 Kilometer Wege im Gemeindegebiet und gemeinsam mit der Gemeinde Hosenfeld grundlegend ausgebaut. Die Gesamtstrecke umfasst rund 7.630 Meter. Die Gemeinde investierte dafür etwa 3,3 Millionen Euro. Die Projekte wurden mit Förderquoten zwischen 85 und 90 Prozent durch Bund, Land Hessen und Landkreis Fulda unterstützt.
„Wir haben nicht einfach asphaltierte Wege geschaffen, sondern leistungsfähige und multifunktionale Verbindungen“, sagte Bürgermeister Florian Fritzsch während des Festaktes. Die Wege seien für Radfahrerinnen und Radfahrer, die Land- und Forstwirtschaft, Spaziergänger und Wanderer nutzbar. Zugleich stärkten sie die Naherholung und den Tourismus in der Gemeinde.
Zu den umgesetzten Maßnahmen gehören neben der Verbindung von Großenlüder über Eichenau nach Bad Salzschlirf unter anderem die Wege zwischen Kleinlüder und Uffhausen, vom Bahnhof Bimbach zur Fuldaer Straße/Lütterzer Straße (Kreisstraße 110), vom Bereich „Igelshof“ in Richtung Industriegebiet Fulda-West sowie die gemeinsam mit Hosenfeld realisierte Verbindung zwischen Kleinlüder und Hainzell.
Bürgermeister Fritzsch dankte dem Bund, dem Land Hessen und dem Landkreis Fulda für die Fördermittel sowie den beteiligten Behörden, Planungsbüros, Baufirmen, gemeindlichen Gremien, Grundstückseigentümern und Anliegern. Sein besonderer Dank galt außerdem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, die die Projekte von der Planung und Antragstellung bis zur Bauausführung und Abrechnung begleitet haben.
Auch Norbert Printz würdigte die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Er verwies darauf, dass die Nutzung der Wege nach deren Fertigstellung deutlich zugenommen habe. Heute seien dort unter anderem Schülerinnen und Schüler, Eltern mit ihren Kindern, Berufstätige, Einkaufende und Freizeitradler unterwegs. Sichere und attraktive Verbindungen könnten damit dazu beitragen, dass das Fahrrad auch im Alltag häufiger genutzt werde.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die gemeinsame Nutzung der Wege. Die neu ausgebauten Strecken sind als gemeinsame Geh- und Radwege ausgeschildert, stehen aber ebenso dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zur Verfügung. Bürgermeister Fritzsch appellierte an alle Nutzergruppen, gegenseitig Rücksicht zu nehmen. „Keiner dieser Wege gehört einer einzigen Nutzergruppe. Die Wege gehören allen, die sie benutzen dürfen“, so Fritzsch.
Der Ausbau des Radwegenetzes soll fortgesetzt werden. Förderanträge liegen unter anderem für die nördliche Anbindung von Uffhausen an die Landesstraße sowie für die nordöstliche Umfahrung des Friedhofs Großenlüder als Lückenschluss in Richtung Müs vor.
Darüber hinaus soll im Zusammenhang mit dem Neubau eines Teilstücks der Landesstraße 3141 zwischen der Einmündung mit der Industriestraße und dem Bahnübergang ein selbstständiger Radweg entstehen. Er soll den Radfernweg R2 aus der Ortslage Großenlüders an die neue Verbindung über Eichenau in Richtung Bad Salzschlirf anbinden. Nach derzeitiger Planung könnte spätestens 2029 eine durchgängige Radverkehrsverbindung aus Richtung Fulda über Bimbach und Großenlüder bis nach Eichenau und Bad Salzschlirf zur Verfügung stehen.
Auch in Müs sind weitere Maßnahmen vorgesehen. Außerdem prüft die Gemeinde die Möglichkeit einer Radfahrbrücke über die Lüder, die den Ortsteil Uffhausen an das gemeindeübergreifende Radwegenetz anbinden könnte. Die technischen und finanziellen Rahmenbedingungen werden derzeit untersucht.
„Die heutige Eröffnung ist kein Schlusspunkt, sondern ein Zwischenziel“, betonte Bürgermeister Fritzsch. Die Gemeinde wolle bestehende Lücken weiter schließen und die Chancen der bestehenden Förderkulisse nutzen. Denn die neuen Wege verbänden nicht nur Ortsteile und Gemeinden, sondern auch Alltag und Freizeit, Mobilität und Naherholung sowie Landwirtschaft und Tourismus.
