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Es werde wieder Licht: Straßenlaternen leuchten künftig die ganze Nacht
Mit der Fertigstellung weiterer Bauabschnitte der Modernisierung der Straßenbeleuchtung kehrt in der Gemeinde Großenlüder Ende Mai die durchgängige nächtliche Beleuchtung zurück. Nach rund dreieinhalb Jahren wird damit die im Zuge der Energiekrise eingeführte temporäre Nachtabschaltung aufgehoben. Künftig bleiben die Straßenlaternen wieder über den gesamten Nachtzeitraum eingeschaltet.
Die nächtliche Abschaltung der Straßenbeleuchtung war Ende 2022 vor dem Hintergrund der durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgelösten Energiekrise eingeführt worden. Zunächst wurden die Straßenlaternen zwischen 22:30 Uhr und 5:30 Uhr abgeschaltet, später wurde der Zeitraum nach Rückmeldungen aus der Bevölkerung auf 0 Uhr bis 4:30 Uhr reduziert. Die Maßnahme war seinerzeit Teil eines umfassenden kommunalen Maßnahmenpakets zur Energieeinsparung.
„Die damalige Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Sie war Ausdruck der besonderen Lage in der Energiekrise und eines verantwortungsvollen Umgangs mit Energie“, erklärt Bürgermeister Florian Fritzsch. „Gleichzeitig haben uns viele Bürgerinnen und Bürger gespiegelt, dass die fehlende Beleuchtung insbesondere für ältere Menschen, Berufspendler oder Menschen mit Einschränkungen eine Belastung dargestellt hat. Deshalb freue ich mich, dass wir nun unter neuen technischen Voraussetzungen wieder eine durchgängige nächtliche Beleuchtung ermöglichen können.“
In den vergangenen Monaten wurde die Straßenbeleuchtung im gesamten Gemeindegebiet schrittweise modernisiert. Gemeinsam mit der RhönEnergie Fulda GmbH hat die Gemeinde Fördermittel von Bund und Land Hessen eingeworben, um die Umrüstung der bisherigen konventionellen Leuchten auf moderne LED-Technik umzusetzen. Ein Großteil der Anlagen wurde bereits erneuert, derzeit läuft noch die letzte Phase der Umrüstung im Kernort Großenlüder.
Mit der neuen LED-Technik reduziert sich der Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung deutlich. Gleichzeitig leisten die modernen Leuchten einen Beitrag zur Verringerung der Lichtverschmutzung. Die neuen Lampen richten das Licht gezielt nach unten auf Straßen und Gehwege und vermeiden damit unnötige Lichtabstrahlung in die Umgebung. Zudem verfügen die Leuchten über einen reduzierten Blaulichtanteil, was insbesondere nachtaktive Tiere wie Insekten, Fledermäuse oder Amphibien schützt.
„Zur Wahrheit gehört auch, dass viele Menschen die nächtliche Abschaltung ausdrücklich begrüßt haben – als Beitrag zum Energiesparen und zum Schutz der Natur“, betont Bürgermeister Florian Fritzsch. „Deshalb bedeutet die Rückkehr zur durchgängigen Beleuchtung keineswegs, dass wir die Themen Klimaschutz und Lichtverschmutzung aus dem Blick verlieren. Im Gegenteil: Durch die moderne LED-Technik und die künftige intelligente Steuerung können wir Sicherheit, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit besser miteinander verbinden als je zuvor.“
Parallel zur Umrüstung der Leuchten werden neue Schaltschränke installiert, die künftig eine individuelle Steuerung der Straßenbeleuchtung ermöglichen. Dadurch sollen perspektivisch unterschiedliche Dimmprofile für verschiedene Straßenkategorien umgesetzt werden können – etwa für Durchfahrtsstraßen, Wohngebiete oder stärker frequentierte Ortsbereiche. Ziel ist es, Beleuchtung bedarfsgerecht einzusetzen und zugleich die Auswirkungen künstlichen Lichts auf Mensch und Natur weiter zu reduzieren.
Darüber hinaus werden bis zum Jahr 2030 zusätzliche Lichtpunkte errichtet, um bestehende große Abstände zwischen einzelnen Laternen zu verringern. Auch überalterte Masten werden schrittweise ersetzt. Das gesamte Modernisierungskonzept soll die Straßenbeleuchtung in Großenlüder langfristig technisch zukunftsfähig, energieeffizient und sicher aufstellen.
„In den vergangenen vier Jahren hat sich im Bereich der Straßenbeleuchtung enorm viel getan“, so Bürgermeister Florian Fritzsch abschließend. „Mit der Modernisierung schaffen wir eine Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Menschen ebenso gerecht wird wie den Anforderungen des Klima- und Naturschutzes. Dass nun wieder in allen Ortsteilen auch nachts Licht brennt, ist deshalb ein wichtiger Schritt für Lebensqualität und Sicherheit in unserer Gemeinde.“
