Erhöhter Fetteintrag belastet Kläranlage im Ortsteil Müs

Bereits in einer vorherigen Ausgabe des Lüdertalboten wurde über den erhöhten Fetteintrag in die Kläranlage im Ortsteil Müs berichtet. Leider ist bislang keine Verbesserung der Situation erkennbar. Auch in den vergangenen Wochen wurde erneut ein erheblicher Fetteintrag festgestellt, der zunehmend zu Problemen im laufenden Betrieb der Anlage führt.

Die eingetragenen Fette lagern sich in verschiedenen Anlagenteilen ab und beeinträchtigen die Reinigungsprozesse erheblich. Insbesondere die Nachklärung ist stark betroffen: Dort setzen sich die Fettablagerungen fest und haften an Beckenwänden sowie technischen Einrichtungen. Auch in und vor der Ablaufrinne sammeln sich größere Mengen an Fett an.

Die Beseitigung dieser Ablagerungen ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Eine einfache Reinigung durch Abspülen ist nicht möglich, da die Fettmengen nicht unkontrolliert in den Ablauf und damit in den Vorfluter gelangen dürfen. Stattdessen müssen die Rückstände aufwendig entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Der zusätzliche Reinigungs- und Entsorgungsaufwand verursacht dabei erhebliche Kosten für den Eigenbetrieb.

Die Gemeinde weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Fette und Speiseöle grundsätzlich nicht über die Kanalisation entsorgt werden dürfen. Bereits geringe Mengen können im Abwassersystem zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, Fette und Öle getrennt zu sammeln und über den Hausmüll bzw. entsprechende Sammelstellen zu entsorgen.

Nur durch eine sachgerechte Entsorgung kann die Funktionsfähigkeit der Kläranlage langfristig sichergestellt und zusätzlicher Aufwand sowie Kosten vermieden werden.

Da der Fetteintrag erheblich ist, bzw. möglicherweise vorsätzlich erfolgt ist, kann die illegale Einleitung auch als Straftatbestand gewertet werden, insbesondere nach dem Umweltrecht.