Feuerwehreinsatz in Eichenau: Gemeinsam gegen die Flammen Ein Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer

Am frühen Abend des 28. Julis wurde die Feuerwehr Großenlüder zu einem Brandereignis im Ortsteil Eichenau alarmiert. Was zunächst als Fahrzeugbrand gemeldet worden war, entwickelte sich schnell zu einem ernsten Einsatz: Bereits auf der Anfahrt war eine weithin sichtbare Rauchsäule zu erkennen. Ein technischer Defekt an einem landwirtschaftlichen Gerät hatte Funken geschlagen – und die trockene Vegetation tat das Übrige. Auf einer landwirtschaftlichen Fläche nordwestlich von Eichenau hatten sich die Flammen auf mehreren tausend Quadratmetern ausgebreitet und drohten, auf ein benachbartes Waldstück überzugreifen.

Angesichts des Ausmaßes des Brandes erhöhte Gemeindebrandinspektor Christian Bosold, der die Einsatzleitung übernahm, umgehend das Einsatzstichwort auf „Feuer Waldbrand 2“ und veranlasste die Nachalarmierung der Feuerwehren aus den Ortsteilen Bimbach und Müs sowie der Feuerwehr aus der Nachbargemeinde Bad Salzschlirf. Zusätzlich rückte das Tanklöschfahrzeug aus Fulda an. In Eichenau wurde auf einer Strecke von knapp einem Kilometer eine Löschwasserversorgung vom Löschteich zum Einsatzort aufgebaut.

Christian Bosold zieht eine klare Bilanz des Einsatzes: „Dieser Einsatz hat gezeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Unsere Kameradinnen und Kameraden aus den verschiedenen Ortsteilen sowie die Kollegen aus Bad Salzschlirf und Fulda haben hervorragend zusammengearbeitet. Und ohne die tatkräftige Unterstützung der Landwirte wäre die Löschwasserversorgung in diesem Ausmaß schlicht nicht zu stemmen gewesen.“

Die Landwirtschaft als unverzichtbarer Partner

Einen ganz besonderen Beitrag leisteten in diesem Einsatz zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte aus der Großgemeinde. Mit ihren Wasserfässern unterstützten sie die Feuerwehr maßgeblich bei der Bereitstellung von Löschwasser und trugen so entscheidend dazu bei, dass die Flammen eingedämmt und ein weiteres Ausbreiten in das angrenzende Waldgebiet verhindert werden konnte. Dieses spontane und unkomplizierte Mitanpacken verdient höchste Anerkennung.

Auch Bürgermeister Florian Fritzsch hatte sich persönlich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Er zeigte sich sichtlich bewegt von dem, was er erlebt hatte: „Angesichts der anhaltenden Trockenheit sind Brände im Außenbereich derzeit eine ernste Bedrohung, die uns alle wachsam sein lässt. Umso mehr erfüllt es mich mit Erleichterung und tiefer Dankbarkeit, dass unsere Feuerwehren so schlagkräftig aufgestellt sind und in unserer Landwirtschaft verlässliche Partner an ihrer Seite haben. Gemeinsam haben sie an diesem Abend Großes geleistet.“ Als Bürgermeister der Gemeinde Großenlüder richtet Florian Fritzsch seinen herzlichen Dank an alle Beteiligten: an die Einsatzkräfte der Feuerwehren Großenlüder, Bimbach, Müs, Bad Salzschlirf und Fulda, die teilweise weite Anfahrten in Kauf nahmen, sowie an alle Landwirtinnen und Landwirte, die ohne zu zögern geholfen haben. „Was wir an diesem Abend erlebt haben, zeigt, dass unsere Gemeinde zusammenhält – und dass wir auf unser Ehrenamt und auf unsere Landwirtschaft gleichermaßen stolz sein dürfen.“

Bilder: Stefan Weber, Fuldamedia