Bürgermeister-Austausch zwischen Großenlüder und Nesselwang Kommunale Partnerschaft im Urlaubsparadies des Allgäus

Wenn Urlaub und Amtspflicht auf erfrischende Weise zusammenfinden – dann entsteht daraus manchmal mehr als nur ein angenehmer Sommeraufenthalt. So geschehen in diesem Jahr, als Bürgermeister Florian Fritzsch gemeinsam mit seiner Familie eine Urlaubswoche im beschaulichen Nesselwang im Allgäu verbrachte.

Nesselwang ist für zahlreiche Familien aus unserer Gemeinde längst kein unbekannter Ort mehr. Ob im Sommer beim Wandern durch malerische Berglandschaften, beim Radfahren entlang idyllischer Seen oder beim Schwimmen im See – oder im Winter beim Skifahren und dem Eintauchen in eine einzigartige Winterlandschaft: Der Ort im Allgäu zieht Jahr für Jahr viele Besucherinnen und Besucher aus der Region Großenlüder in seinen Bann.

Doch der Aufenthalt hielt in diesem Jahr eine besondere Begegnung bereit: Bürgermeister Florian Fritzsch nutzte die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit seinem Amtskollegen Pirmin Joas im Nesselwanger Rathaus. Was als kollegiales Kennenlerngespräch begann, entwickelte sich schnell zu einem inhaltlich intensiven Gedankenaustausch zwischen zwei Kommunen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Die Bandbreite der besprochenen Themen spiegelte die Vielfalt kommunaler Arbeit wider: Von der Haushaltssituation und gemeindlichen Infrastrukturen über den sogenannten „Bau-Turbo“ und die Kinderbetreuung, vom Bauhof und seinen wachsenden Aufgaben bis hin zur Kommunalen Wärmeplanung. Auch die drängenden Fragen rund um den Umgang mit Hitze und Trockenheit im Sommer sowie Fragen der Mobilität vor Ort wurden erörtert.

Von besonderem Interesse für die Gemeinde Großenlüder war der Blick in die Tourismusstrategie Nesselwangs sowie in die Aufgaben und Herausforderungen des Standortmarketings und der Wirtschaftsentwicklung. Denn auch Großenlüder steht vor der Aufgabe, diesen Bereich künftig stärker in den Blick zu nehmen und gezielt weiterzuentwickeln. Die Erfahrungen einer Gemeinde wie Nesselwang, die auf eine langjährige Expertise im Tourismus zurückblicken kann, liefern dabei wertvolle Impulse.

Natürlich kam beim Gespräch auch die Kommunalpolitik nicht zu kurz. Im Frühjahr 2026 haben sowohl in Bayern als auch in Hessen Kommunalwahlen stattgefunden. Ein interessanter Unterschied dabei: Während sich in Hessen die Dauer der Wahlperiode der gemeindlichen Gremien von der Amtszeit der Bürgermeisterin/des Bürgermeisters unterscheiden, entscheiden in Bayern die Bürgerinnen und Bürger zeitgleich mit der Gemeinderatswahl auch direkt über ihre Bürgermeisterin oder ihren Bürgermeister. Bürgermeister Pirmin Joas wurde bei dieser Wahl in seinem Amt bestätigt und freut sich nun auf weitere sechs Jahre an der Spitze der Gemeinde Nesselwang – denn sowohl der Erste Bürgermeister als auch die Mitglieder des Gemeinderates werden in Bayern grundsätzlich für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt.

Das Treffen war für beide Seiten bereichernd und hat gezeigt: Kommunen können voneinander lernen – unabhängig von Landesgrenzen und unterschiedlichen Strukturen. Bürgermeister Florian Fritzsch und sein Kollege Pirmin Joas haben sich deshalb verabredet, auch künftig im regelmäßigen Austausch zu bleiben. Wer weiß – vielleicht ist dies der Beginn einer langfristigen kommunalen Verbindung zwischen Großenlüder und Nesselwang.