Die Ehrenamtlichen in Großenlüder. Foto: Laura Kömpel

Vorsorgen sorgt für Sicherheit

LANDKREIS FULDA. Das war ehrenamtlicher Einsatz unter erschwerten Bedingungen: An vier Standorten in der Region haben Helfer und Helferinnen hiesiger Blaulichtorganisationen in brütender Hitze am Tag des Bevölkerungsschutzes informiert. Vor den Rewe-Märkten in Gersfeld, Großenlüder und Petersberg sowie am Schuhhaus Zentgraf in Arzell standen sie Rede und Antwort rund um das Thema Notfallvorsorge.    

Das konkrete Interesse jener, die an dem heißen Samstag einkaufen gingen, war verständlicherweise nicht so groß wie beim Bevölkerungsschutztag im Sommer 2025. Die meisten Nachfragen gab es in den ersten beiden Stunden der Aktion. Um die Mittagszeit war die Frequenz eher gering.

Generell informierten sich vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger etwa über Lagerhaltung und Maßnahmen zur Vorsorge. Und auch wenn die Gespräche recht kurz waren, so warfen viele doch einen Blick auf die ausgestellten Lebensmittelvorräte, auf Kurbelradio oder die Packliste für einen Notfallrucksack, und sie griffen gern nach Infobroschüren zum Mitnehmen.

Gleichzeitig registrierten die Ehrenamtlichen, dass vielen dieses Thema nicht fremd ist und sie die Notwendigkeit sehen, sich damit intensiver zu befassen. So hieß es beispielsweise vom Petersberger Team: „Das werden wir hier auf jeden Fall wiederholen, der Bedarf ist da.“

Hintergrund des Informationstages ist: Wer sich vorbeugend mit der Möglichkeit von Gefahren durch Sturm, Hochwasser oder Bränden befasst, kann im Notfall schneller und vor allem zielgerichteter handeln. In diesem Jahr war der Tag bundesweit zum vierten Mal ausgetragen worden – im Landkreis Fulda fand er zum zweiten Mal in eigenständiger Organisation statt. Im vergangenen Jahr waren Blaulichtorganisationen und die Gefahrenabwehr des Landkreises Fulda in fünf Gemeinden präsent gewesen. Mit Aktionen wie diesen sollen Bürgerinnen und Bürger aufgeklärt werden, wie man in Notsituationen handlungsfähig bleibt und sich, seine Familie und auch Nachbarn schützen kann.

Dabei muss man gar nicht nur an große Katastrophen denken. Allein ein großflächiger Stromausfall legt schnell unseren hochtechnisierten Alltag lahm. Da könnte man plötzlich erfahren, wie gut es ist, Kerzen im Haus zu haben und ein paar Vorräte und zu wissen, wo man einen Notruf absetzen kann.

Im Landkreis Fulda informierten folgende Organisationen: Feuerwehr Eiterfeld und DRK Ortsverein Eiterfeld, Feuerwehr Großenlüder und Malteser Hilfsdienst Ortsgruppe Großenlüder, Feuerwehr Gersfeld und DRK Ortsverein Gersfeld, Feuerwehr Petersberg, Malteser Hilfsdienst Ortsgruppe Petersberg-Steinhaus und DRK Ortsverein Marbach.