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Freiwillige Feuerwehr Großenlüder-Mitte im Hochwassereinsatz

Großenlüder, den 21. 07. 2021

Am Donnerstag, dem 15. Juli 2021, sendete das Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ein Hilfeersuchen an das Land Hessen. In mehreren Landkreisen wurde dort der Katastrophenfall ausgerufen. Ursächlich hierfür waren die enormen Regenmengen im Westen Deutschlands in den vorangegangenen Tagen. Durch den  Innenminister des Landes Hessen, Herrn Peter Beuth, wurden alle Katastrophenschutzeinheiten des Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Dies hatte zur Folge, dass Katastrophenschutzeinheiten aus dem Landkreis Fulda zur überörtlichen Hilfe angefordert wurden.


Um 12:21 Uhr erhielten die Gemeindebrandinspektoren der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Großenlüder von der Unteren Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Fulda den Vorbefehl, das im Feuerwehrstützpunkt Großenlüder stationierte Fahrzeug GW-L1 (HW), welches speziell für Hochwassergefahrenlagen konzipiert ist, bis um 17:00 Uhr am selbigen Tag inklusive einer drei Personen starken Besatzung einsatzbereit zu machen. Die Feuerwehr Großenlüder wurde zusammen mit der Feuerwehr Fulda ins Hochwassergebiet in den Regierungsbezirk Köln beordert. Die voraussichtliche Einsatzzeit wurde mit einer Woche angegeben.


Diese logistische Herausforderung konnte innerhalb von nicht einmal drei Stunden durch den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Christian Bosold sowie den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Großenlüder-Mitte Lukas Zein gemeistert werden. Deshalb brachte auch der Anruf des Krisenstabs des Landkreises Fulda mit dem Hinweis, dass die Abfahrtszeit auf 16:30 Uhr an der Feuerwache in Fulda festgelegt wurde, keine Schwierigkeit mit sich.
Das Fahrzeug einsatzbereit zu machen, war das kleinste Problem. Schwieriger war es, das Personal für diesen langwierigen Einsatz in dieser kurzen Zeit bereitzustellen. Schließlich bedeutet so ein Einsatz, dass die Feuerwehrkameraden eine Woche von ihren Familien getrennt sind und auch ihren Arbeitgebern in dieser Zeit nicht zur Verfügung  stehen.
Aber die Feuerwehr wäre nicht die Feuerwehr, wenn sie nicht auch diese Hürde meistern könnte! Bei der Feuerwehr geht alles nur im Team!
So kam es dann, dass die drei Kameraden Michael Döll, Lukas Zein und Simon Schuster um kurz vor 16 Uhr durch den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Christian Bosold sowie die  Feuerwehrsachbearbeiterin der Gemeinde Großenlüder Claudia Renz, die im Namen des verhinderten Bürgermeisters Florian Fritzsch gekommen war, in den wohl nicht ganz alltäglichen und garantiert körperlich und geistig anstrengenden Einsatz verabschiedet wurden.
Diese Einsatzbereitschaft verdient höchsten Respekt und ist nicht selbstverständlich. Schließlich sind alle Feuerwehrkameraden in der Gemeinde Großenlüder ehrenamtlich tätige Feuerwehrkameraden und dienen ihren Mitmenschen in ihrer Freizeit und unentgeltlich!
Claudia Renz und Christian Bosold wünschten den Kameraden alles Gute, einen guten und unfallfreien Einsatz sowie eine glückliche und gesunde Rückkehr.

 

Nach der Verabschiedung in Großenlüder ging es zur Feuerwache Fulda. Hier schloss man sich mit den entsprechenden Einheiten der Feuerwehr Fulda zur Katastrophenschutzeinheit zusammen, um ins Hochwassergebiet nach Nordrhein-Westfahlen zu fahren. Es wurden insgesamt 30 Kameraden aus Großenlüder und Fulda mit ihren sechs Einsatzfahrzeugen vom Amtsleiter der Feuerwehr Fulda Thomas Helmer, seinem Stellvertreter Bernd Gottschalk sowie dem stellvertretenden Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Großenlüder, Christian Bosold, mit den besten Wünschen und der Bitte auf eine gesunde Heimkehr verabschiedet.


Neben dem persönlichen Einsatz und der Bereitschaft der drei Kameraden aus Großenlüder, Michael Döll, Lukas Zein und Simon Schuster, gebührt ein ganz besonderer Dank den Arbeitgebern der drei Kameraden, die ihre Mitarbeiter innerhalb von knapp drei Stunden für  die nächsten sieben Tage zum Einsatz freigestellt haben! VIELEN DANK!!!

Der Dank gilt hier der Metzgerei Gies aus Großenlüder, der Firma Paul Himmelmann aus Uffhausen sowie der Firma Jumo GmbH & Co.KG in Fulda. Ohne diese Arbeitgeber wäre solch ein Einsatz nicht möglich!

Bleibt nur zu hoffen, dass die Gemeinde Großenlüder von solch einer Naturkatastrophe wie in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verschont bleibt und es auch in Zukunft genügend Arbeitgeber gibt, die ihre Mitarbeiter zu jeder Zeit für Einsätze der Feuerwehr freistellen!

 

Bereits am Sonntag kehrten die 30 Einsatzkräfte der Katastrophenschutzeinheit des Landkreises Fulda zurück, unter ihnen die drei Kameraden aus Großenlüder. Zunächst wurden die Rückkehrer an der Feuerwache in Fulda von Landrat Bernd Woide und Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld begrüßt, bevor die  Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Großenlüder-Mitte am Feuerwehrstützpunkt Großenlüder von Bürgermeister Florian Fritzsch, Ortsvorsteher Jürgen Hübl sowie den Gemeindebrandinspektoren Jürgen Reinhardt und Christian Bosold und weiteren Feuerwehrmitgliedern in Empfang genommen worden sind.
Bürgermeister Fritzsch zeigte sich erfreut und gleichzeitig erleichtert, dass die Kameraden Zein, Döll und Schuster gesund und wohlbehalten von ihrem schwierigen Einsatz der überörtlichen Hilfe im  Katastrophengebiet zurückgekommen sind. Insbesondere dankte er  den dreien – auch im Namen der gemeindlichen Gremien - dafür, dass sie sich innerhalb kürzester Zeit für den Einsatz freiwillige gemeldet hatten, ohne zu wissen, was sie vor Ort erwarten wird. Als kleines Zeichen der Wertschätzung überreichte Bürgermeister Fritzsch ihnen Präsentkörbe und kündigte an, deren Engagement im Rahmen einer Feierstunde zu würdigen. Ortsvorsteher Hübl zeigte sich ebenfalls dankbar für das Engagement der drei Einsatzkräfte und wünschte ihnen die nötige Kraft, um mit den vielfältig gewonnenen Eindrücken umzugehen. Dem Dank schlossen sich Gemeindebrandinspektor Reinhardt und stellvertretender Gemeindebrandinspektor Bosold an, die die reibungslose Organisation hervorhoben und anboten, im  Nachgang des Einsatzes für Gespräche zur Verfügung zu stehen. Die Kameraden Zein, Döll und Schuster berichteten anschließend von ihren Eindrücken und Erfahrungen, von den massiven Zerstörungen vor, aber auch von der Dankbarkeit der Menschen im Katastrophengebiet für die große Hilfe und Unterstützung. 

 

Ihre Feuerwehr – egal wann, egal wo – immer für Sie im Einsatz!
 

 

Bild zur Meldung: Hochwassereinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Großenlüder - Mitte: von links nach rechts: Simon Schuster, Michael Döll, Lukas Zein und Christian Bosold

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Freiwillige Feuerwehr Großenlüder-Mitte im Hochwassereinsatz (21. 07. 2021)

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